Urteile zum Erbrecht

Beschlüsse deutscher Gerichte zur Gültigkeit von Testamenten, zu Pflichtteil und anderen Erbschaftsangelegenheiten: In den folgenden Artikeln finden Sie aktuelle und historisch signifikante Rechtsprechungen und Urteile zum Erbrecht verständlich aufbereitet und in den Kontext der heutigen Rechtslage eingeordnet.

Natürlich können die Erbrecht-Urteile nur einen ersten Einblick in die gesetzlichen Gegebenheiten geben und eine individuelle anwaltliche Beratung zum eigenen Fall nicht ersetzen.
Als kompetenter Anwalt für Erbrecht in Berlin bin ich Ihr Ansprechpartner, wenn Sie Unterstützung bezüglich erbrechtlicher Formalitäten oder bei Erbauseinandersetzungen benötigen. Wenden Sie sich mit einer Terminanfrage an meine Kanzlei!

Testament in Briefform unter strengen Anforderungen möglich

Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vom 29.05.2009 (Az. 3 Wx 58/04): Ein häufiges Problem beim Brieftestament besteht darin, dass der Erblasser nicht bewusst ein Testament in Briefform verfassen wollte und im Nachhinein daher der sogenannte Testamentserrichtungswille zu überprüfen ist. Der Brief ist danach auszulegen, ob der Verfasser des Briefes bei Abfassung des Briefes bereits endgültig den Entschluss gefasst hatte, ein Testament abzufassen. Der hier dargelegte Beschluss des Schleswig-Holsteinischen OLG (2009) erfolgte zu genau solch einem Fall. mehr lesen

Testament verloren: Nachweis über Errichtung und Inhalt

Urteil des OLG Frankfurt vom 24.09.2001 (Az. 20 W 244/00, 20 W 244/2000): Ein Testament, das nicht zur amtlichen Verwahrung hinterlegt wurde, ist nach Tod des Erblassers unverzüglich beim Nachlassgericht einzureichen (§ 2259 BGB, Abs. 1). Das gilt insbesondere bei Antragstellung auf einen Erbschein aufgrund der testamentarisch festgelegten Erbfolge, sofern sich das Testament nicht bereits durch frühere Ablieferung und Eröffnung im Besitz des Gerichts befindet. mehr lesen

Testament ohne Unterschrift: Gültig oder nicht?

Urteil des OLG Hamm vom 27.06.2000 (Az. 15 W 13/00): Gemäß § 2247 BGB gibt es ein sog. Formerfordernis für Testamente, das es für eine zweifelsfreie Gültigkeit der letztwilligen Verfügung einzuhalten gilt. Dazu zählt auch, dass ein handschriftliches Testament einer Unterschrift bedarf; anders gesagt: Ein Testament ohne Unterschrift ist ungültig, auch wenn die Urheberschaft zweifelsfrei dem Erblasser zugesprochen werden kann. Erfahren Sie im Folgenden, von welchen Faktoren die Gültigkeit eines Testaments abhängt. mehr lesen

Formerfordernis beim Testament: So ist es handschriftlich gültig

Urteil des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 10.09.1985 (Az. BReg 1 Z 49/85): Im Rahmen der Testamentserrichtung wird aus Kostengründen häufig in Erwägung gezogen, keinen Notar für ein öffentliches Testament heranzuziehen, sondern stattdessen ein eigenhändiges Testament aufzusetzen. Die notarielle Bekundung kann in diesem Fall außen vor gelassen werden, trotzdem müssen gewisse Formvorschriften erfüllt werden. Nur so ist das handschriftliche Testament wirksam und sicher vor Anfechtung. Lesen Sie nachfolgend worauf es zu achten gilt. mehr lesen

Berliner Testament mit Wiederverheiratungsklausel

Urteil des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 09.11.2001 (Az. 1Z BR 31/01): In der Rechtsgeschichte kam zum Berliner Testament mit Wiederverheiratungsklausel häufig zu Unstimmigkeiten zwischen den unterschiedlichen Parteien. Denn: Die Wiederverheiratungsklausel ist gesetzlich nicht verankert, ihre Gestaltungsform nicht vorgegeben. Aus diesem Grund ist eine kompetente juristische Vertretung eine große Unterstützung in dieser ohnehin schon nervenaufreibenden Zeit. Nachfolgendend lesen Sie exemplarisch über ein Urteil des Bayerischen Obersten Landesgerichts. mehr lesen

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